Verantwortlich: Astrid Steinegger, Nina Dornig

Das mit dem Jahr 2010 begonnene und auf mehrere Jahre geplante Projekt „EPPENSTEIN - Ursprünge und Entwicklung der heutigen Gemeinde, erforscht anhand kulturhistorischer Denkmale“ soll eine kulturwissenschaftliche Untersuchung einer der interessantesten und historisch bedeutendsten mittelalterlichen Wehranlagen der Steiermark sowie dem heutigen Gemeindegebiet von Eppenstein ermöglichen.

Das Projekt basiert auf den vom örtlichen Burgverein begonnenen Sanierungsarbeiten im Bereich der Burgruine Eppenstein. Bereits seit Beginn 2010 wird der Burgverein, der sich seit über 50 Jahren dem Erhalt und der Sicherung der Burgruine widmet, in wissenschaftlichen Fragen vom Verein FIALE unterstützt, der die laufenden Sicherungsmaßnahmen archäologisch-bauhistorisch begleitet. Ein vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung vergebenes Forschungsstipendium auf dem Gebiet der Archäologie zum Thema „Eppenstein – von der römischen Kaiserzeit bis zur Frühen Neuzeit. Aktualisierung des Forschungsstandes und Grundlagenbildung für eine archäologisch-bauhistorische Sanierungsbegleitung auf internationalem Standard“ soll als weitere Grundlage dieses Projektes dienen. Im Zuge dieses Stipendiums werden sowohl die Unterlagen der archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen 2010 ausgewertet als auch alle Altmeldungen aus der Gemeinde gesammelt und bearbeitet.

Der Hauptaugenmerk des Projektes liegt auf der Burgruine Eppenstein, die nicht nur aufgrund ihres bedeutsamen Namens sondern auch wegen ihres außergewöhnlichen Bautyps - der Ringburg - ein herausragendes Denkmal der Steiermark darstellt. Burgruine und Gemeinde verdanken ihren Namen dem Geschlecht der Eppensteiner, einer für die Steiermark äußerst bedeutenden Adelsfamilie, welche im 11. und beginnenden 12. Jahrhundert nicht nur mehrmals den Herzog von Kärnten, sondern auch den Markgrafen an der mittleren Mur stellten.

Ziel des Projektes ist eine Erforschung und Erfassung der Geschichte der heutigen Gemeinde Eppenstein von der Urgeschichte bis in die Neuzeit. Hierzu ist eine grundlegende Aufnahme der historischen Bausubstanz auf interdisziplinärem Weg in den Bereichen Archäologie, Bauforschung, Kunst- und Architekturgeschichte sowie die Grundlagenforschung im Bereich der Sachkultur und Realienkunde durch eine wissenschaftliche Auswertung der Fundgegenstände von Nöten. Überdies kommt die Einbettung der aus der Bausubstanz und den Funden gewonnenen Informationen in den historischen Kontext.

Diese ganzheitliche kulturhistorische Betrachtung soll nachhaltig vermittelt und fassbar gemacht werden, indem nicht nur die Ergebnisse sondern bereits die Arbeiten vor Ort und die laufenden Ergebnisse für Interessierte öffentlich gemacht werden. Ein, nicht nur für die Region, sondern für die gesamte Steiermark bedeutendes Stück Geschichte wartet hier auf seine wissenschaftliche Aufarbeitung.

 

Pressemitteilungen


Murtaler Zeitung, 01. Juli 2010 - Schatzkammer für Archäologen

Obersteirische Nachrichten, 08. Juli 2010 - Die einstige Macht von Eppenstein

Kleine Zeitung, 15. Juli 2010 - Archäologen untersuchen Ruine Eppenstein

Kronen Zeitung, 24. Juni 2010 - Die Burgruine Eppenstein