Steinschloss 1999
1999 Erstellung eines Vorkonzepts durch Gemeinde Mariahof, Einbringung beim Revitalisierungsfond des Landes Steiermark. Die Gemeinde Mariahof wird zum Pächter von Steinschloss und der zugehörigen Almhütte („Steinschlosshütte“). Bei Erstbegehung und Anfangsplanung des Sanierungsprojekts waren noch Dr. D. Kramer, DI J. Moravi, DI V. Fauler und DI Minutillo anwesend.
Steinschloss 2000
Als Erstmaßnahmen wurde der Jungwald, der sich innerhalb der Ruine ausgebreitet hatte und den Substanzverlust beschleunigte, entfernt. Im Zuge dessen entstand die Idee der Schaffung eines Burgvereins und der Sicherung der Ruine, da nun auch verstärkt Wandertouristen Steinschloß „entdeckten“, und die Bauteile massiv einsturzgefährdet waren.
Das Büro für Burgenforschung in Bamberg unter der Leitung von Dr. Joachim Zeune wird für ein Sanierungskonzept hinzugezogen.
Eine von der Gemeinde initiierte Abholzung des „Waldes in der Burg“ wurde durchgeführt – vorerst nur innerhalb des bebauten Areals (6370m²).
Ein Fahrweg durch die Vorburg und in den Hof der Unteren Hauptburg wurde Angelegt, das Vermessungsbüro Reithofer aus Graz erstellte einen ersten rudimentären digitalen Plan der Anlage. Parallel dazu erstellte der niederösterreichische Burgenforscher Gerhard Reichhalter einen analogen Plan. Ein statisches Gutachten wurde bei DI Volker Fauler durch den Verein „Freunde der Revitalisierung“ in Auftrag gegeben.
Steinschloss 1999
1999 Erstellung eines Vorkonzepts durch Gemeinde Mariahof, Einbringung beim Revitalisierungsfond des Landes Steiermark. Die Gemeinde Mariahof wird zum Pächter von Steinschloss und der zugehörigen Almhütte („Steinschlosshütte“). Bei Erstbegehung und Anfangsplanung des Sanierungsprojekts waren noch Dr. D. Kramer, DI J. Moravi, DI V. Fauler und DI Minutillo anwesend.
Steinschloss 2001
Der Burgverein konstituierte sich mit Bernhard Peinhaupt als Obmann. Erste Förderungsansuchen an den Revitalisierungsfond des Landes Steiermark wurden gestellt, das BDA hinzugezogen.
Der Kostenvoranschlag für die Sanierung, die begleitende Bauforschung und archäologische Betreuung, sowie eine kulturhistorische Erschließung wurden durch das Büro für Burgenforschung in Bamberg (Dr. Joachim Zeune) vorgelegt.
„Ziel der Sanierung ist es die Gestalt der Burg so weit wie möglich authentisch zu erhalten, die Baueingriffe auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und die - weitgehend handwerklichen - Baueingriffe so sensibel wie möglich durchzuführen. Zugleich sollten die sanierten Bauteile aufgrund ihrer behutsamen Sanierung alle ihre Bauinformationen für jedermann ablesbar behalten.“ (J. Zeune, Sanierungskonzept 2001)

Luftbild Steinschloss, Foto Paschek 2000
Im Jahr 2001 wurde der Burgverein Steinschloß gegründet, der als Pächter der Burgruine mit Unterstützung des Landes Steiermark (Abt. 16, Revitalsierungsfonds) mit den Vorarbeiten zur Sicherung der Ruine begann.
2001 wurde neben der Erstellung zweier statischer Gutachten (DI Herbert Majcenovic, Graz und DI Volker Fauler, Graz) und einer Neuvermessung (DI Reithofer, Graz und Gerhard Reichhalter, Wien) das Büro für Burgenforschung (Leitung Dr. Joachim Zeune, Bamberg) herangezogen, um ein bauhistorisches Gutachten und ein Sanierungskonzept auszuarbeiten. Ziel des Projekts war es von Beginn an, übliche schwer Substanz schädigende oder Substanz verfälschende Maßnahmen zu vermeiden und ein Sicherungskonzept zu entwickeln, das internationalen Maßstäben genügt und ein Vorzeigemodell für Ruinensanierungen in der Steiermark sein konnte. Aus dieser Idee ergab sich ein Stufenplan, der neben einer Sicherung des Istzustandes unter restauratorisch und statisch vertretbaren Eingriffen eine komplette bauhistorische Untersuchung, sowie punktuell archäologische Grabungen nahe legte, da nun die Möglichkeit bestand, ein Stück Landesgeschichte im frühen Hochmittelalter – also jener Zeit, als sich die Landesgrenzen langsam konsolidierten – näher zu erforschen. Gerade in der Region Neumarkt sind hier viele Fragen von Seiten der Historiker noch ungeklärt, da aufgrund fehlender archivalischer Quellen die einzigen, noch erhaltenen Informationen im Boden verborgen sind. Nach einer (auch noch so schonenden) Sanierung sind viele der im Mauerwerk und Boden ablesbaren Informationen für immer verloren, weshalb solche Arbeiten immer im Voraus oder parallel laufen müssen.
Fazit: Das ganze war leider nicht finanzierbar. Das Forschungsvorhaben wurde vorerst zurückgestellt.